Ich gestehe! (by K.C.M.)

Ich gestehe! Nach der Horror-Silvesternacht in Köln habe ich Angst, als Frau in einer Großstadt alleine umherzuwandern. Vor allem nachts. Und ich weiß, dass ich da nicht die einzige mit dieser Angst bin.

Als philippinische Wienerin und Europäerin habe ich Werte. Werte, die man mir nicht nehmen kann und nicht nehmen wird. Ich brauche keine Handfeuerwaffe, kein Pfefferspray, um anderen Menschen klar zu machen, welche Werte ich habe und verteidige, wenn es darauf ankommt. Ich brauche auch keine Politiker oder andere einflussreiche Personen, um das zu tun. Ich brauche auch keine Demos oder feministische Ideologien dazu. Was ich dazu brauche ist einfach und unbezahlbar: Worte, Körpersprache und Mut.

Mit Worten mache ich klar, was ich im Umgang mit mir erlaube. Werde ich nicht verstanden, erklär ich es mit Körpersprache (Haltung, Mimik, Gestik). Werde ich übergangen, hab ich Mut zu mir selbst. Mut mir einzugestehen, dass ich mir dies oder jenes, nicht gefallen lassen muss. Kommentarlos, souverän und eisern.

Ich habe Angst, dass ein Fremder, der meine Werte nicht kennt, sie brutal übergeht. Ich darf das auch haben. Was ist verkehrt dabei? Ich lasse mich aber nicht von der Angst leiten. Ich werde mir hingegen bewusst, dass weder eine Handfeuerwaffe, noch ein Pfefferspray, ein Politiker oder eine andere einflussreiche Person mir helfen werden. Sondern nur ich mir selbst. Und wenn ich es brauche, nutze ich auch das Rechtssystem oder nehme mir professionelle Hilfe in Anspruch. Weshalb? Weil ich zu mir und meinem Leben stehe. Weil ich es nicht zulasse, dass jemand meine Lebensqualität oder meinen inneren Frieden zerstört.

Viele Frauen sind sich all das nicht bewusst. Und wenn sie sexuell belästigt werden, bekommen sie Angst und reagieren vollkommen irrational. Sie schieben die Schuld auf die Politiker, wenden sich an einflussreiche Menschen oder besorgen sich Waffen, ohne sich im klaren zu sein, dass sich kein Politiker oder einflussreicher Mensch neben sie stellen wird, um sie in einer gefährlichen Situation zu beschützen, und keine Waffe einem helfen wird, sexuelle Übergriffe oder sonstige Gewalttaten zu verarbeiten, wenn man sie überlebt hat.

Ihr könnt tun und lassen, was ihr wollt. Ich kontrolliere meine Angst. Mit Worten, Körpersprache und Mut. Und nicht die Angst mich.

Was passiert, wenn die Angst mich kontrolliert? Oder dich, deine Nachbarn, deine Freunde? Genau das:

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Foto wurde zur Verfügung gestellt. Danke!

Es werden Aktionen gesetzt, damit der innere Frieden anderer unschuldiger Menschen verfliegt und weitere Aktionen gesetzt werden, die das fördern.

Ja, ja, ja! Pst. Ruhe! Ihr könnt tun und lassen, was ihr wollt. Ich kontrolliere meine Angst. Mit Worten, Körpersprache und Mut. Und nicht die Angst mich. Das empfehl ich euch gerne weiter, müsst aber dem nicht nachgehen.

 

Inspirierende Grüße,

K.C.M.

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